Schwangerschaftsstreifen machen leider vor den meisten Schwangeren nicht halt

Schwangerschaftsstreifen

Blogon 4. November, 2018Keine Kommentare

Kaum eine Frau kennt sie nicht, die unschönen Schwangerschaftsstreifen auf Brüsten, Bauch, Hüften, Po oder Oberschenkeln. Weit über 70 Prozent aller Frauen werden früher oder später in ihrem Leben mit Schwangerschaftsstreifen konfrontiert.Verursacht werden sie durch die Überdehnung der Haut. Genauer gesagt, durch das Reißen der kollagenen Fasern im Bindegewebe der Lederhaut. Normalerweise sorgen diese Fasern in Verbindung mit dem Bindegewebe für die Straffheit und die Elastizität der Haut. Abhängig vom Alter und den genetischen Voraussetzungen ist die Dehnbarkeit der Haut von Frau zu Frau verschieden. Doch in den meisten Fällen kommt irgendwann der Punkt an dem die Fasern nicht mehr nachgeben können und bei weiterer Dehnung reißen. Im Bindegewebe entsteht eine Wunde, die grob mit einer äußerlichen Platzwunde vergleichen werden kann. Von außen werden rosa bis rot/blaue Streifen auf der Haut sichtbar. Die Färbung entsteht dadurch, dass durch die Wunde die darunter liegenden Blutgefäße erkennbar werden. 

Schwangerschaftsstreifen stellen kein Gesundheitsrisiko dar

Schwangerschaftsstreifen sind gesundheitlich völlig ungefährlich. Lässt die Überdehnung des Gewebes nach, beginnt der Heilungsprozess. Da es dabei zur Narbenbildung kommt, wie bei der normalen Platzwunde auch, verändert sich im Laufe der Zeit die äußerliche Färbung der Schwangerschaftsstreifen. Sie werden in den meisten Fällen dünn und silbrig/weiß. Ganz verschwinden werden sie jedoch nie. Die Ausprägung der Narbenbildung ist auch sehr unterschiedlich. Bei den meisten Frauen sind sie glatt und verblassen mit der Zeit. Bei einigen jedoch bilden sich bei sehr starker Ausprägung der Schwangerschaftsstreifen dicke, unebene Narben. Dies ist für die betroffenen Frauen sehr belastend. Zwar gibt es derzeit keine medizinischen Behandlungsmethoden, die Schwangerschaftsstreifen vollständig verschwinden lassen, jedoch kann man die Intensität der Narbenwulste zum Beispiel mit Laser- oder Fruchtsäurebehandlungen abmildern. In einem persönlichen Facharztgespräch erhält man alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Behandlungsmethoden.

Wie bereits angemerkt kann man Schwangerschaftsstreifen weder vollständig verhindern, noch kann man sie komplett entfernen, doch durch vorbeugende Maßnahmen kann man besonders in der Schwangerschaft die Bildung der Streifen positiv beeinflussen. Das heißt man kann die Haut auf die bevorstehende Dehnung vorbereiten und ihre Elastizität vorab fördern. Da Schwangerschaftsstreifen nicht nur in der Schwangerschaft entstehen, sondern auch bei schnellem Wachstum, massiver Gewichtszunahme oder intensivem Sport mit starkem Muskelaufbau, können die beschriebenen Maßnahmen auch Frauen helfen die nicht schwanger sind.

Was hilft dabei Schwangerschaftsstreifen bestmöglich zu verhindern?

Beim Kampf gegen die ungeliebten Schwangerschaftsstreifen ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Besonders Proteine, Zink und die Vitamine A, C und E beeinflussen das Hautbild positiv. Auch die Zufuhr an Flüssigkeit ist für die Haut sehr wichtig, zwei bis drei Liter am Tag sollten es schon sein. In der Schwangerschaft sollte die Menge auf mindestens vier Liter erhöht werden. Jedoch sollte auf starke zuckerhaltige Getränke wie zum Beispiel Limonade verzichtet werden. Um das Bindegewebe zu stärken sollte die Durchblutung der Haut angeregt werden. Gut dafür geeignet sind Zupfmassagen, der Einsatz von Massagenrollern und Wechselduschen. Auch sportliche Betätigung fördert die Durchblutung. Positiver Nebeneffekt, man fühlt sich viel fitter. Regelmäßiger Sport wie Schwimmen, Nordic Walking oder Yoga trägt bei vielen Frauen zur Erleichterung der Geburt bei. Ab dem zweiten, dritten Monat der Schwangerschaft sollte man zudem mit der intensiven Pflege der Haut beginnen. Das heißt die besonders gefährdeten Hautpartien sollten mit Pflegeprodukten gegen Schwangerschaftsstreifen behandelt werden. Am Markt sind verschiedenste Produkte wie Cremes, Lotionen oder Körperöle in den verschiedensten Preislagen erhältlich. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das gewählte Produkte auf natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Weizenkeim- oder Mandelöl  basiert. Produkte auf Mineralölbasis sind für die tägliche Massage und Pflege der Haut nicht geeignet. Denn diese Wirkstoffe können vom Stoffwechsel nicht verarbeitet werden.

Beim Kampf gegen Schwangerschaftsstreifen ist die regelmäßige Anwendung sehr wichtig. Am besten trägt man die Pflege ein bis zweimal täglich auf und massiert es sanft in das Gewebe ein. Nach ein paar Tagen wird die tägliche Pflicht zum Vergnügen und ist ab sofort fester Bestandteil des persönlichen Beautyprogramms. Positiver Nebeneffekt: Die Haut wird zart und geschmeidig.

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